bund-avoda: das Programm

Wofür steht der bund?

Unser Programm

Die Zukunft unserer Gemeinde gestalten

Der Bund Sozialdemokratischer Juden – Avoda ist unabhängig, sozial und zionistisch. Wir treten für eine pluralistische Einheitsgemeinde ein, in der alle Gruppierungen  –  welch ethnischer Wurzeln, politischer Überzeugung oder religiöser Ausrichtung auch immer – Platz und Gehör finden. Wir wollen eine Kultusgemeinde, in der alle Entscheidungen demokratisch und transparent getroffen werden.

Für eine bessere politische Kultur

Im Kultusvorstand bedarf es einer neuen politischen  Kultur. Das beweist der aktuelle Konflikt um das neue IKG-Statut, in dem gelogen, verleumdet und diffamiert wurde. Sachliche Differenzen sind sachlich und nicht auf persönlicher Ebene auszutragen. Respektvoller Umgang miteinander sowie Transparenz in den Entscheidungsprozessen ist oberstes Gebot.

Seit Jahren verfolgt der BUND eine Politik der „kritischen Kooperation“. Egal ob als Teil einer Koalition der Vernunft oder als eigenständig handelnde Fraktion: Wir übernehmen Verantwortung, äußern Kritik, wo sie angebracht ist, zeigen Missstände auf und arbeiten an konstruktiven Lösungen.

Meinungsfreiheit und daraus resultierende Meinungsvielfalt für Individuen und Medien sind für uns unverzichtbar. Der BUND hat als einzige Fraktion jahrelang und erfolgreich, für die Unabhängigkeit der Medien der IKG gekämpft. Wir setzen uns auch weiterhin für deren Bestand und Unabhängigkeit ein.

Geistesleben & Spiritualität

Eine Kultusgemeinde im 21. Jahrhundert -  wie wir sie verstehen - ist mehr als die „Vertreterin einer Religionsgesellschaft mit nachgelagerter Infrastruktur“. Um sie mit Leben zu erfüllen, braucht es einen geistigen und emotionalen Überbau, ein spirituelles Leitbild, dem die Menschen dieser Gemeinde folgen können und wollen.

Nur wer seine Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft! Wir als die wenigen Nachgeborenen des von den Nationalsozialisten vernichteten mittel- und osteuropäischen Judentums haben die Aufgabe und Pflicht, an jenen einst blühenden kulturellen Schmelztiegel zu erinnern. Aber nicht „museales Gedenken“ ist dabei Gebot, sondern die Prägung und Gestaltung jüdischen Lebens hier und heute. Aufgabe der Kultusgemeinde ist daher die Transformation dieses stolzen Erbes in ein modernes jüdisches Leitbild.

Der Bund Sozialdemokratischer Juden – Avoda wird die Gemeindemitglieder einladen, das Thema breit zu diskutieren und an der Erstellung eines Leitbildes aktiv mitzuwirken.

Integration und offene  Gesellschaft

Die IKG Wien hat die Grundlagen für ein blühendes Gemeindeleben geschaffen. Um diese Strukturen zu erhalten und auszubauen, bedarf es neuer Mitglieder – durch Integration zugewanderter Jüdinnen und Juden und unter Einbeziehung dem Gemeindeleben Fernstehender.

Die halachischen Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft in der Kultusgemeinde sind unbestritten. Dennoch ist eine formale Einbindung nichtjüdischer Angehöriger von Gemeindemitgliedern zu ermöglichen.

IKG - Jugendoffensive

Das Interesse junger Menschen für die Kultusgemeinde muss früh geweckt werden. Die Vertreter der IKG Wien haben in den Schulen und Jugendorganisationen Bewusstsein für die Aufgaben und Tätigkeiten der IKG zu schaffen.

Ausbau von Sozial - und Gesundheitswesen

Armut kann uns alle treffen. Armut kennt keinen Eruv. Wir stehen dafür ein, dass Solidarität und soziales Handeln weiterhin im Zentrum der Arbeit der IKG - Wien stehen. Die Verbesserung der Lebensqualität vor allem älterer, gesundheitlich und sozial benachteiligter Menschen hat für uns dabei Priorität.

Wir fordern den Aufbau eines entsprechenden religionsspezifischen mobilen Versorgungsangebotes für diese Menschen in ihren eigenen vier Wänden – in Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen Maimonides Zentrum und Anne Kohn Feuermann-Tagesstätte.

Sicherheit und Schutz

Angesichts der Bedrohungen, denen sich unsere Gemeinde zunehmend ausgesetzt sieht, unterstützen wir alle Bemühungen im Kampf gegen Antijudaismus sowie die Bestrebungen der IKG für größtmögliche Sicherheit ihrer Mitglieder.

Zionistische Ideale, Friede für Israel

Die Existenz des Staates Israel, die Sicherheit seiner Menschen und der Friede in der gesamten Region sind auch mit dem Dasein und der Sicherheit der Juden in aller Welt verknüpft. Der BUND unterstützt alle Initiativen für einen friedlichen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern auf Basis einer Zwei-Staaten-Lösung.