Liebe Gemeindemitglieder, geschätzte Leser*innen!
Wenn das „Gemeinsame“ beschworen und die „Einheit der Gemeinde“ betont wird, ist Wahlkampf!
Das gilt auch für den Bund:
„Der Bund tritt für eine pluralistische Einheitsgemeinde ein, in der alle Mitglieder Platz und Gehör finden – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihren ethnischen Wurzeln, ihrer politischen Überzeugung, sexuellen Orientierung oder religiösen Ausrichtung.“
Auszug aus dem Wahlprogramm des Bund 2022
Zugegeben, es ist nicht leicht, dieses Ziel zu erreichen. Denn gibt es – jenseits von Partikularinteressen, Populismus und Plattitüden – überhaupt so etwas wie ein kollektives jüdisches Bewusstsein, das die Einheit unserer Gemeinde stützt?
Jüdische Identität – was ist das?
Seit Längerem beschäftigt sich der Bund mit Fragen zu „jüdischer Identität“ und „jüdischem Selbstverständnis“. In unserem letzten Newsletter haben wir deshalb im Gespräch mit unserer Spitzenkandidatin Dwora Stein gefragt, ob eine breit angelegte Diskussion dieser Themen helfen würde, die Beziehungen zwischen der IKG Wien und ihren Mitgliedern zu intensivieren.
Identität und Selbstbestimmung
Was macht uns zu Jüdinnen und Juden? Religion? Tradition? Ethnie? Geschichte? Unser Elternhaus? Der Staat Israel? Was wiegt mehr, was weniger? Oder gilt vielleicht alles? Oder von allem etwas?
Wie verhindern wir zum Beispiel, dass das in der Schoa zerstörte jüdische (Geistes)leben zu nostalgisch verklärter Erinnerungskultur erstarrt? Wie bewahren wir unsere Wurzeln und entwickeln unsere Kultur im 21. Jahrhundert kreativ weiter?
Hat der Staat Israel die Diaspora verändert? Das Bild über Jüdinnen und Juden? Das jüdische Selbstbild? Verstehen wir uns als Botschafter Israels? Als Kritiker seiner Politik? Ist beides zugleich möglich?
Nur einige Fragen zu einem hochkomplexen Thema, mit denen wir Sie einladen, jüdische Identität(en) aufzuzeigen!
Helfen Sie, ein zeitgemäßes jüdisches Selbstverständnis zu formulieren!
Schreiben Sie uns, was Sie unter „jüdisch sein“ verstehen. Was Sie – ganz persönlich – zur Jüdin, zum Juden „macht“. Schreiben Sie uns auch, was Sie möglicher Weise im Angebot der Kultusgemeinde vermissen. Was berücksichtigt oder was intensiviert werden sollte, damit Sie sich besser von der IKG angesprochen und in der Gemeinde „aufgehoben“ fühlen können…
„Jüdisches Selbstverständnis“. Teilen Sie Ihre Vorstellungen mit uns: newsletter@bund-avoda.at oder auf unserer Facebook Seite
„Jüdisch sein“, das ist kompliziert und einfach zugleich, meint die Bund-Spitzenkandidatin:



