Liebe Gemeindemitglieder, geschätzte Leser*innen!
Eine wahlwerbende Partei versichert dieser Tage die Gemeindemitglieder per E-Mail: „Wer Chaj – Jüdisches Leben am 17., 22. und 27. November wählt, darf sich sicher sein, …“
Dreimal wählen…sicher ist sicher?
„…dass wir unverändert an unseren Themen festhalten…“
Was sich wie eine „gefährliche Drohung“ liest, ist wohl keine wortwörtliche Aufforderung zu unzulässiger Stimmabgabe. Eher dürfen wir ein sprachliches „Hoppala“ vermuten. Aber ist nicht diese Partei bisher mit Fakten und Regeln recht sorglos umgegangen, hat sie nicht gerne mal mit Auslassungen und Halbwahrheiten operiert und versucht, durch das Schüren von Sorgen und Ängsten Stimmenmaximierung zu betreiben? Sie tut es noch heute – aktuelles Beispiel: IKG-Schulden. Wir lehnen diese Art von „Politik“ ab.
Der Bund: „Kritische Kooperation“. Sachlich, konstruktiv – ohne Fake News!
Seit Jahren verfolgt der Bund eine Politik der „kritischen Kooperation“. Wo auch immer Sie uns begegnen – Sie lesen, hören und sehen von uns keine „Fake News“!
Wir übernehmen Verantwortung. Äußern Kritik, wo sie angebracht ist. Zeigen Missstände auf, wo sie auftreten – ABER NUR DORT! Seriös. Unaufgeregt.
Für alle, die sich der Wahl stellen, die politische Ämter ausüben oder sonst im Dienst der Gemeinde und für die Gemeinde stehen, gilt: Sie haben Rechenschaft abzulegen über ihr Tun – sich selbst und denen gegenüber, die sie vertreten oder vertreten wollen.
Aktuell aber noch wichtiger als Anstand, Moral und Seriosität in der IKG ist es uns, die von immer
schwierigeren Lebensbedingungen betroffenen Menschen in unserer Gemeinde zu unterstützen.
Deshalb:
Der Bund fordert geregelte Ansprüche für sozial Benachteiligte.
Die wirtschaftlichen Verwerfungen angesichts von Pandemie und russischem Angriffskrieg in der Ukraine treffen auch viele Menschen in unserer Gemeinde hart. Wir fordern daher die Schaffung nachvollziehbarer Anspruchsvoraussetzungen unter transparenten Rahmenbedingungen für Jüdinnen und Juden in materiell schwierigen Lebenssituationen.
Auch wenn Spenden gut und wichtig sind, können sie geregelte und nachvollziehbare Ansprüche nicht ersetzen. Das Recht auf Unterstützung wahrt überdies die Würde mündiger Bürger*innen und Mitglieder unserer Gemeinde – abseits jedes Paternalismusverdachts.
Teilen Sie dazu auch ein Video der Bund-Spitzenkandidatin Dwora Stein:
„Die Welt ist eine andere – und sie ist nicht besser geworden“: Bund-Spitzenkandidatin Dwora Stein fordert höheres IKG-Sozialbudget.



