Menschen in Not: Solidarität in der IKG stärken

Der Bund fordert soziale Sofortmaßnahmen angesichts Inflation, Krieg und Pandemie.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Bund-Newsletter vom 14.09.2022.

Liebe Gemeindemitglieder, geschätzte Leser*innen!

Pandemie und Angriffskrieg zeigen: Die globalisierte Wirtschaft ist krisenanfälliger denn je. So erleben wir nicht nur das Leid der Kriegsopfer und Erkrankten – die gebotene, ja unverzichtbare Solidarität mit diesen Menschen hat ihren Preis: Lieferengpässe, explodierende Energie- und Lebenshaltungskosten, Inflation im bald zweistelligen Bereich, Insolvenz, Jobverlust – Armut kann heute Jede und Jeden treffen. Mitten in unserer Gesellschaft, mitten in unserer Gemeinde. Unerwartet. Unbarmherzig.

Menschen in Not – wir können helfen

…zumindest in unserer Gemeinde. Der Bund Sozialdemokratischer Juden – Avoda war und ist Garant für Solidarität und soziales Handeln in der IKG Wien. Mit Ihrer Unterstützung können wir Solidarität und soziales Handeln in der Gemeinde auch in der Zukunft garantieren: Aktuell fordern wir Sofortmaßnahmen, um die von immer schwierigeren Lebensbedingungen Betroffenen wirksam zu unterstützen.

Sozialbudget aufstocken

Wir brauchen eine Schwerpunktsetzung im Budget, die uns erlaubt, allen Gemeindemitgliedern, die in diesen Krisen in eine schwierige, vor allem: finanziell schwierige Lage geraten sind, zu helfen. Es gilt, für sie nachvollziehbare Anspruchsvoraussetzungen unter transparenten Rahmenbedingungen zu schaffen. Spenden sind gut und wichtig, und ohne Zweifel ist das Spendenwesen tief im Judentum verankert. Dennoch: Spenden können echte und nachvollziehbare Ansprüche nicht ersetzen. Das Recht auf Unterstützung wahrt überdies die Würde mündiger Bürger*innen und Mitglieder unserer Gemeinde – abseits jedes Paternalismusverdachts!

Die Lebensqualität Älterer

Unabhängig von aktuellen menschlichen und wirtschaftlichen Krisen ist dem Bund die Verbesserung der Lebensqualität vor allem älterer, gesundheitlich und sozial benachteiligter Menschen in unserer Gemeinde stetes Anliegen. Wir fordern den Aufbau eines jüdischen mobilen Versorgungsangebotes für diese Menschen – in ihren eigenen vier Wänden – als Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen.

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