
Liebe Gemeindemitglieder, geschätzte Leser*innen!
Die Zeit um Rosch Haschana und Jom Kippur ist nicht zuletzt eine Zeit der Reflexion. Wir erinnern uns an das, was wir getan haben, an das, was wir nicht getan haben – und auch daran, was wir anderen angetan haben…
Die Gemeinschaft vertreten bedeutet Verantwortung tragen
Mehr als einmal im Jahr zu den Hohen Feiertagen – nämlich immer! – sollten Menschen, die Verantwortung tragen, politische Ämter ausüben, „Funktionsträger“ sind, Rechenschaft ablegen über ihr Tun – sich selbst und denen gegenüber, die sie vertreten. Dieses Bewusstsein um das „Amt“ schließt ethische Grundsätze mit ein.
Politische Kultur ist gefragt
Während des letzten Wahlkampfes kam es im Kultusvorstand (und nicht nur da) zu eher beschämenden Eklats. In den vergangenen fünf Jahren ist es einer Mehrparteien-Koalition der Vernunft, der auch der Bund sozialdemokratischer Juden-Avoda angehört, gelungen, die Tagespolitik der IKG in ruhigeres Fahrwasser zu lenken. Das gelang trotz der beharrlichen Fundamentalopposition zweier Fraktionen, die ausschließlich populistische Klientelpolitik verfolgen.
Dennoch braucht es im Kultusvorstand einen Wandel im Umgang, einen Wechsel der Tonalität. Kurz, eine neue politische Kultur ist gefordert: Sachliche Differenzen sind sachlich auszutragen. Entscheidungen haben faktenbasiert zu erfolgen. Transparenz ist oberstes Gebot.
Der Bund: „Kritische Kooperation“ ohne Fake News
Seit Jahren verfolgt der Bund eine Politik der „kritischen Kooperation“. Wo auch immer Sie uns begegnen – Sie lesen, hören und sehen von uns keine „Fake News“! Wir übernehmen Verantwortung. Äußern Kritik, wo sie angebracht ist. Zeigen Missstände auf, wo sie auftreten.
Der Bund wünscht Schana Towa u’metuka!



